Mach’s doch selbst! Warum es wichtig ist, Verantwortung abzugeben

Mach’s doch selbst! Warum es wichtig ist, Verantwortung abzugeben

Wie oft haben Sie sich diesen Satz schon gedacht? „Mach’s doch selbst!“

Nach meinen ersten beiden Jahren als junge Führungskraft dachte ich das oft – und vielleicht geht es Ihnen ähnlich. Anfangs ist es noch ein tolles Gefühl, gebraucht zu werden. Man freut sich, wenn Mitarbeitende um Rat fragen und Lösungen hören wollen. Schließlich ist man gut in seinem Job! Doch was passiert, wenn Aufgaben oder Probleme immer wieder an Sie herangetragen werden?

Nach einigen Jahren als Chef wurde aus dem anfänglichen Stolz eine Belastung. Meine Arbeit blieb liegen, während meine Mitarbeitenden nach Hause gingen. Und ich fragte mich zunehmend, ob mein Team überhaupt in der Lage war, eigenständig zu arbeiten.


Der Wendepunkt: Vom Zweifeln zum Vertrauen

Damals entschied unsere Geschäftsleitung, die Führungsebene zu schulen und zusätzlich Coaching anzubieten. Obwohl ich anfangs wegen des Coachings skeptisch war – ich hielt mich für einen kompetenten, beliebten Chef – zeigte mir ein erfahrener Coach einen entscheidenden Perspektivwechsel:

Führung bedeutet nicht, alles selbst zu erledigen, jeden Handgriff zu kontrollieren oder die Aufgaben und operativen Probleme von vornherein zu lösen. Es geht darum, die Fähigkeiten der Mitarbeitenden zu fördern, sie eigenständig arbeiten zu lassen und sich selbst zurückzunehmen. Genau das war mein Aha-Moment.


Die Methode: Mitarbeiter zur Eigenverantwortung führen

Eine der wertvollsten Lektionen, die ich durch das Coaching gelernt habe, ist erstaunlich einfach und wirkungsvoll: Fragen statt Lösen. Statt sofort Antworten zu liefern, sollte ich meine Mitarbeitenden ermutigen, selbst Lösungsansätze zu entwickeln. „Was würdest du tun?“
Die Schritte dazu:

  1. Fragen Sie Ihre Mitarbeitenden, welche Lösungsmöglichkeiten sie bereits erarbeitet haben.
  2. Lassen Sie sich die Pro- und Contra-Argumente erklären.
  3. Lassen Sie sich vom Mitarbeitenden seine favorisierte Option begründen.
  4. Wenn die vorgeschlagene Lösung schlüssig ist, geben Sie grünes Licht, und lassen Sie sie umsetzen.

Das mag simpel klingen. Meine Erfahrung zeigt, dass das nicht viele Führungskräfte schaffen. Dabei hatte es aber für mich eine enorme Wirkung: Meine Mitarbeitenden entwickelten (wieder) Selbstvertrauen und lernten, eigenverantwortlich zu handeln. Und ich gewann Zeit, mich auf meine eigentlichen (Führungs-)Aufgaben zu konzentrieren.


Die Entscheidungshilfe für Mitarbeitende

Vielleicht denken Sie jetzt: „Aber meine Leute kommen nie mit Vorschlägen!“ Auch dafür gibt es eine Lösung: Eine praktische Entscheidungshilfe für Mitarbeitende. Diese einfache Vorlage fordert Ihre Teammitglieder dazu auf, vorab Lösungsoptionen nach den oben genannten Schritten zu durchdenken und zu strukturieren. Der Ablauf:

  1. Halten Sie einige Exemplare dieser Entscheidungshilfe in Papierform bereit.
  2. Geben Sie diese den Mitarbeitenden in die Hand, die ohne konkrete Ansätze zu Ihnen kommen.
  3. Lassen Sie sie die Entscheidungshilfe ausfüllen, bevor sie mit Ihnen weiter diskutieren.

Mit der Zeit wird sich zeigen: Ihre Mitarbeitenden kommen vorbereitet zu Ihnen – oder lösen Probleme direkt selbst.


Warum Führung kein angeborenes Talent sein muss

Führung ist keine angeborene Fähigkeit. Sie lässt sich lernen – mit der richtigen Anleitung und Praxis. Trainings und Seminare können Impulse geben, aber der Schlüssel liegt in der Umsetzung im Alltag. Und manchmal braucht es einen Coach, der Ihnen zeigt, wie Sie die Theorie in die Praxis bringen.


Starten Sie jetzt: Mehr Verantwortung, mehr Vertrauen, mehr Erfolg

Möchten Sie die „Entscheidungshilfe für Mitarbeitende“ ausprobieren? Oder suchen Sie nach Wegen, wie Sie Ihr Team zur Eigenverantwortung führen können? Ich unterstütze Sie gerne als Trainer und Coach – individuell, praxisnah und umsetzungsorientiert.

Kontaktieren Sie mich, und lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, Ihre Führungsarbeit zu optimieren. Denn Führung heißt nicht, alles selbst zu machen, sondern Menschen zu entwickeln, die es selbst können.